Oft arbeiten Ehegatten im Betrieb des Unternehmers mit. Solche Verträge unter nahen Angehörigen werden vom Finanzamt meist kritisch unter die Lupe genommen. Viele Arbeitsverhältnisse werden dann bei Betriebsprüfungen nicht anerkannt. Hohe Steuernachzahlungen, samt Zinsen, können da sehr schnell zum „Motivationskiller“ werden.

Bei Verträgen zwischen nahen Angehörigen ist es wichtig, dass diese so ausgestaltet und durchgeführt werden, wie man es unter fremden Dritten erwarten würde. Nach diesem Grundsatz prüft das Finanzamt solche Arbeitsverhältnisse.

Hierauf sollte geachtet werden, damit Ehegatten-Arbeitsverhältnisse steuerlich garantiert anerkannt werden:

  1. Erstellen Sie unbedingt einen schriftlichen Arbeitsvertrag.
  2. Der Ehegatte sollte im Betrieb einen komplett eingerichteten Arbeitsplatz nachweisen können, es sei denn, es handelt sich um einen Homeoffice-Arbeitsplatz. Sollte von zuhause aus gearbeitet werden, ist dies unbedingt im Arbeitsvertrag schriftlich festzuhalten.
  3. Die konkreten Arbeitszeiten sind im Arbeitsvertrag festzuhalten und über eine Zeiterfassung nachzuweisen.
  4. Die Urlaubstage sollten über ordentliche Urlaubsanträge nachgewiesen werden.
  5. Das monatliche Gehalt sollte auf ein Bankkonto des Ehegatten überwiesen werden, welches ausschließlich dem Ehegatten zuzuordnen ist (kein gemeinschaftliches Bankkonto).
  6. Bei der Überlassung von Dienstwagen ist darauf zu achten, dass zum Einen ein Dienstwagenüberlassungsvertrag erstellt wird. Darüber hinaus sollte auch nachgewiesen werden können, dass auch andere Mitarbeiter die Möglichkeit haben, die Dienstwagenregelung nutzen zu können.

Aus der Praxis wissen wir, dass insbesondere bei Ehegatten-Arbeitsverhältnissen die obigen Punkte meist nicht oder nicht alle eingehalten werden. Oft wird noch nicht einmal ein schriftlicher Arbeitsvertrag erstellt. Dies kann bei einer Betriebsprüfung teuer werden!